Aktuelles

 

 Mai 2017

Emmanuel Macron, der französische Präsident, bezieht sich auf feministische Philosophie

 In einem Zeitungsartikel berichtet Martina Meister ( Eine neue Ära für Frankreichs Frauen; Die Welt, 21. Mai 2017) über ein Wahlkampftreffen am 8. März 2017 in Paris, auf dem Emmanuel Macron gesagt hat: "Ich bin ein Feminist, aber einer der tätigen Reue". Desweiteren, er glaube an die "Alterität" , die "Andersartigkeit (die) zuerst die zwischen Mann und Frau" ist.

Das ist sensationell, weil diese Aussage eine eindeutige Positionierung gegen den gegenwärtig immer noch vorherrschenden gender- Feminismus impliziert.

Doch die Formulierung ist  so nicht exakt. Die Begriffe stammen aus unterschiedlichen Diskursen.

Auf Emmanuel Levinas geht der Begriff der Alterität zurück, der damit die unergründbare Andersheit eines anderen Menschen bezeichnet. Gegenüber dieser ethischen Begründung wenden die französischen Philosophinnen, z.B. Luce Irigaray, Helene Cixous, Genevieve Fraisse diesen Gedanken auf das Verhältnis der Geschlechter an und bezeichnen es als Geschlechterdifferenz oder auch als irreduzible Alterität. Diese Differenz zwischen Frau und Mann ist die erste, die erfahren wird, da wir als geschlechtliche Wesen in die Welt eintreten.

Beide Begriffe Alterität und Geschlechterdifferenz sind Denkformen, die ein philosophisches Konzept begründen und eine andere Sicht auf die Welt eröffnen.

 

 

 

 

„One Billion Rising Bremen 2016“
Bremer Bahnhof – Bahnhof des Willkommens

14.02.16 um 14.00 Uhr

„One Billion Rising Bremen 2016“
Bremer Bahnhof – Bahnhof des Willkommens – station of welcome

Edda Lorna Initiatorin und Projektleiterin in Kooperation mit dem Mütterzentrum Osterholz-Tenever e.V. Christa Brämsmann, künstlerische Konzeptentwicklung Claudia Krentz und Bremer Bahnhofsmanager Hermann Bollmann (Deutsche Bahn)

Schirmfrau Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Unterstützung von der ZGF Zentralstelle für die Gleichberechtigung für Frauen und Mädchen, Ulrike Hauffe

Projektvorstellung

Am 14.02.16 bekommt der Bremer Hauptbahnhof eine namentliche Ergänzung und heißt dann: „Bahnhof des Willkommens“. Mit der symbolischen Benennung des Bahnhofs in einen „Bahnhof des Willlommens“ wird die Willkommenskultur in Bremen verstärkt. Willkommen bezieht sich dabei auf Ankommende/Reisende, Flüchtlinge, Kinder/Jugendliche oder Randgruppen, denen mehr Anerkennung in unserer Gesellschaft zusteht.

Für das Jahr 2016 wird damit in Bremen ein sichtbares Zeichen für eine Bremer Willkommenskultur und gegen Gewalt gesetzt. Aus Forschung und Wissenschaft ist seit langem bekannt, dass Wertschätzung Gewalt löst. Ein Mensch, der erwünscht ist, wird nicht gedemütigt, entwürdigt und geschlagen.

Daher ist die Idee entstanden den Bremer Bahnhof mit dem Namen „Bahnhof des Willkommens“ zu ergänzen.itere Informationen.

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