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 Mai 2017

Emmanuel Macron, der französische Präsident, bezieht sich auf feministische Philosophie

 In einem Zeitungsartikel berichtet Martina Meister ( Eine neue Ära für Frankreichs Frauen; Die Welt, 21. Mai 2017) über ein Wahlkampftreffen am 8. März 2017 in Paris, auf dem Emmanuel Macron gesagt hat: "Ich bin ein Feminist, aber einer der tätigen Reue". Desweiteren, er glaube an die "Alterität" , die "Andersartigkeit (die) zuerst die zwischen Mann und Frau" ist.

Das ist sensationell, weil diese Aussage eine eindeutige Positionierung gegen den gegenwärtig immer noch vorherrschenden gender- Feminismus impliziert.

Doch die Formulierung ist  so nicht exakt. Die Begriffe stammen aus unterschiedlichen Diskursen.

Auf Emmanuel Levinas geht der Begriff der Alterität zurück, der damit die unergründbare Andersheit eines anderen Menschen bezeichnet. Gegenüber dieser ethischen Begründung wenden die französischen Philosophinnen, z.B. Luce Irigaray, Helene Cixous, Genevieve Fraisse diesen Gedanken auf das Verhältnis der Geschlechter an und bezeichnen es als Geschlechterdifferenz oder auch als irreduzible Alterität. Diese Differenz zwischen Frau und Mann ist die erste, die erfahren wird, da wir als geschlechtliche Wesen in die Welt eintreten.

Beide Begriffe Alterität und Geschlechterdifferenz sind Denkformen, die ein philosophisches Konzept begründen und eine andere Sicht auf die Welt eröffnen.

 

 

 

Nun auch in der BRD angekommen: die

Kritik des alltäglichen Sexismus.

Anders als in Italien, wo die Frauen ihren Protest öffentlich auf Straßen und Plätzen kundtaten, geschieht der Protest in der BRD im internet, virtuell und individuell.

Was ist das Problem?

Die Ausübung von Macht ( nicht zu verwechseln mit Autorität) in zwischmenschlichen Beziehungen, in der die oder der Andere, oder das Kind, zum Objekt gemacht wird.

#aufschrei

www.alltagssexismus.de 

 

 

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