Aktuelles

 

 Mai 2017

Emmanuel Macron, der französische Präsident, bezieht sich auf feministische Philosophie

 In einem Zeitungsartikel berichtet Martina Meister ( Eine neue Ära für Frankreichs Frauen; Die Welt, 21. Mai 2017) über ein Wahlkampftreffen am 8. März 2017 in Paris, auf dem Emmanuel Macron gesagt hat: "Ich bin ein Feminist, aber einer der tätigen Reue". Desweiteren, er glaube an die "Alterität" , die "Andersartigkeit (die) zuerst die zwischen Mann und Frau" ist.

Das ist sensationell, weil diese Aussage eine eindeutige Positionierung gegen den gegenwärtig immer noch vorherrschenden gender- Feminismus impliziert.

Doch die Formulierung ist  so nicht exakt. Die Begriffe stammen aus unterschiedlichen Diskursen.

Auf Emmanuel Levinas geht der Begriff der Alterität zurück, der damit die unergründbare Andersheit eines anderen Menschen bezeichnet. Gegenüber dieser ethischen Begründung wenden die französischen Philosophinnen, z.B. Luce Irigaray, Helene Cixous, Genevieve Fraisse diesen Gedanken auf das Verhältnis der Geschlechter an und bezeichnen es als Geschlechterdifferenz oder auch als irreduzible Alterität. Diese Differenz zwischen Frau und Mann ist die erste, die erfahren wird, da wir als geschlechtliche Wesen in die Welt eintreten.

Beide Begriffe Alterität und Geschlechterdifferenz sind Denkformen, die ein philosophisches Konzept begründen und eine andere Sicht auf die Welt eröffnen.

 

 

 

Le donne in piazza

Se non ora quando

Am 11. Dezember 2011 sind die Frauen von 'Se non ora quando' auf die Plätze der italienischen Großstädte zurückgekehrt. Nicht so zahlreich wie im Februar dieses Jahres, doch immerhin 100.000 im ganzen Land.

Se non ora quando

Nach dem Rücktritt Berlusconis fordern sie erneut, den Respekt und die Beachtung der Würde der Frauen in allen politischen und ökonomischen Entscheidungen. Sie sagen, Demokratie bedeutet, Frauen und Männer in der Regierung, die bereit sind, die unterschiedlichen Lebensweisen der Geschlechter zu respektieren.

Die Gruppe, die sich seit Anfang des Jahres in vielen kleinen Komitees im ganzen Land etabliert hat, ändert ihren Slogan jetzt in: 'Se non le donne, chi?' - Wer,wenn nicht die Frauen!

Es ist und bleibt unverständlich, warum in den deutschen Medien nicht über diese Veranstaltung und Bewegung berichtet wird? Eine subtile Zensur??? Aber warum ???? 

Also seht auf die website der Gruppe, die vielen Videos und Kommentare!

zu finden: http://www.senonoraquando.eu

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